Mustermatch

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„Kombiniere 3 Muster deiner Wahl in einem Kleidungsstück. Dieses darfst du frei wählend auch in welcher Weise die Muster eingesetzt werden. “ – so lautete die Aufgabe, die mir die Bloggerin Hannah als Grundlage für meinen späteren Entwurf gestellt hat.Wie ich euch schon in meinem Artikel cropped gezeigt habe habe, bin ich ein unumstrittener Verfechter von cropped-Oberteilen, aber noch mehr mag ich es meinen Alltag bzw. meine Kleidungswahl mit größtmöglichen Kontrasten zu versehen. Auch in diesem Entwurf wollte ich mehrere Kontraste, einerseits durch die thematisierten Muster und andererseits durch unterschiedliche Schnitte (Enge und Weite) erzeugen, aber um diese zu realisieren, waren erst mal mehrere sonnige Abende, die ich mit Durchscrollen von Musterstoffen bei DaWanda zubrachte, nötig. Einer meiner großen Inspirationen war Dries van Noten mit seiner Kollektion ss16, da er mit gar nicht mal so modernen japanischen Mustern, unglaublich innovative Outfits kreiert hat. Ich hatte relativ schnell ein genaues Bild von dem Schnitt in meinem Kopf, was wahrscheinlich gar nicht so optimal war, weil ich nun fieberhaft nach DEM japanischen Stoff, nach DEM elastischen geometrischen Stoff und nach DEM Steppstoff Ausschau hielt. Irgendwann hatte ich sie dann gefunden und auf die Farbe abgestimmt.

Mein Mustermatch Kleidungsstück sollte dieses Mal nicht umbedingt den Bedingungen von prêt-â-porter (Konfektion) entsprechen, sondern Extravaganz, Innovation und trotzdem eine klare Silhouette erkennen lassen. Mein erster Kontrast sollte zwischen dem geometrischen, grafischen Muster des Jerseys(Arm) und der „herrlichen Brokatstickerei“(Oberkörper), wie sie es auf DaWanda nannten, entstehen. Ein weiterer Gegensatz bildet die Enge des Arms mit dem anschließenden pompös ausgestellten Trompetenärmel aus glänzendem Steppstoff. Man könnte natürlich sagen, dass Steppstoff kein Musterstoff im eigentlichen Sinne ist, aber wer mag schon ausschließlich den eigentlichen Sinn? Ich finde, dass durch den Schimmer und die Steppnähte des Stoffs eine andere Art von Muster entsteht, der es  durchaus mit herkömmlichen Mustern aufnehmen kann.

Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden mit meinem kleinen Mustermatch und ich hoffe, dass Hannahs Skepsis in Bezug auf Muster sich eventuell wie meine einstige Abneigung zu Glitzer  verflüchtigt hat. Mir hat diese Design-Kooperation sehr viel Spaß gemacht…danke Hannah!DSC_0432 (1)

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Design – cooperation

UnbenanntWie Schnee im Sommer würde mein Chemielehrer sagen – ich habe nämlich jemanden gefunden, der genau so gerne näht, auftrennt und entwirft wie ich: Hannah, die mit individuellen und kreativen Artikeln regelmäßig ihren Blog yourlookinyourlife versorgt und mit der ich eine spannende Design-Kooperation machen durfte. Gemeinsam haben wir beschlossen, dass wir uns gegenseitig Mottos bzw. Themen formulieren, das der jeweils Andere in einem Outfit oder einzelnen Kleidungsstück umsetzt. Für den kleinen, anfänglichen Inspirationsschub im  Bezug auf die Themen sorgten Collagen, die wir uns gegenseitig erstellt haben, um unseren Ideen auf die Sprünge zu helfen. Wie man schon auf Hannahs Collage erkennen kann, lautet ihr Thema für mich: Mustermix und das sind Hannahs Gedanken dazu:

“ Also, mein Thema steht ganz unter dem Motto: Muster Match. Das ist diesen Sommer der absolute Trend und mein persönlicher Alptraum. Ich persönlich mag Muster gar nicht und finde es super schwer mehr als zwei Muster zu kombinieren. Denn genau da liegt die Schwierigkeit! Der Trend  meint, es gibt nie zu viele Muster und keine Grenzen bei den Kombinationen.Deswegen, lautet dein Thema: Muster Match- kombiniere 3 Muster deiner Wahl in einem Kleidungsstück. Dieses darfst du frei wählen und auch in welcher Weise die Muster eingesetzt werden.“

Mustermix – in meinen Augen ein sehr vielfältiges, aber vor allem spannendes Thema, bei dem Minimalismus und Purismus nicht wirklich was zu suchen hat. Anfänglich hatte ich noch keine konkreten Ideen, da dieses Thema natürlich sehr weitläufig ist, aber genau die Vielfältigkeit des Mottos und dass ich aus meiner minimalistischen Wohlfühlzone gelockt wurde, hat mich interessiert und mir  unfassbar viel Spaß gemacht zu bearbeiten. Mein Wunsch ist es Hannah, die eigentlich nicht viel für Muster übrig hat, von Mustern bzw. Kombination mehrerer Muster zu überzeugen. Wenn euch interessiert welches vermeintlich Unvereinbare Hannah in ihrem Thema vereinen soll, könnt ihr einfach bei Hannah auf ihrem Blog vorbeischauen und schließlich am Freitag die fertigen Ergebnisse sehen.