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Second hand ist individuell, neuartig und cool! Wer mit ihm immer noch auf Kriegsfuß steht, sollte sich das nach den folgenden Pro-Second hand-Argumenten noch einmal genau überlegen.

  1. Second hand wimmelt nur so von Einzelstücken – wenn man will, kann man damit also gekonnt aus der Masse herausstechen, und Markenteile werden für normalsterbliche Preise verhökert.
  2. Second hand-Kleidung ist deutlich billiger als die Neuware aus den Mainstreamschuppen und hat dazu noch meistens eine bessere Qualität.
  3. Als second hand-Käufer oder meinetwegen auch Träger unterstützen wir sogar die Umwelt, weil durch unsere Mehrfachnutzung Ressourcen eingespart werden. Top.
  4. Colours Berlin – Bergmannstraße 102, Kreuzberg, Berlin

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So spärlich der Eingang über das Hinterhaus in der Bergmannstraße wirkt, desto mehr ist man von dem Second hand-Laden in Kreuzberg, der sich über eine ganze Etage erstreckt, beeindruckt. Natürlich wird der Laden auch seinem Namen vollkommen gerecht, so ist vieles nach Farben sortiert und wer gerne in einem Denimmeer baden gehen würde, sollte hier definitiv einen Kopfsprung wagen. Ansonsten sind die guten Sachen nicht ganz billig und der Plunder wird je nach Gewicht bezahlt. Colours Berlin finde ich wirklich sehr weitläufig, man hat eine große Auswahl und deshalb kann ich es nur weiterempfehlen.

Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 11-19h // Happy Hour Di. 11-13h (30%) // Kilo Preis

Infos: Colours bei Facebook, noch mehr Infos

         5. FREE’P’STAR – 8, rue Sainte-Croix de la Bretonnerie, 4ème arrondissement / Marais, Paris
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So, jetzt bekommt ihr etwas über meinen absolut liebsten Second hand-Laden zu hören…eigentlich kann man ihn am Besten mithilfe von Superlativen beschreiben: der Engste, der Günstigste, der Abgefahrenste, der Kleinste, der Vollste, der Kreativste –  ich würde sagen, das reicht fürs Erste. Es gibt kaum einen Platz in den beiden Räumen, der ungenutzt ist und wo nicht zufällig ein Cowboystiefel oder anderes verrücktes Accessoire steht. Platz wird im Free’p’star außerdem durch ein Hochbett gespart, das an der Seite des Raums steht und über das gefühlt tausend Taschen, Tücher, Kleider und Mäntel gelegt wurden. Über eine kleine Wendeltreppe kommt man in das zusätzliche Kellergewölbe des Ladens, wo noch mehr Klamotten mit unschlagbaren Preisen warten (z.B. Jeansjacke für 35€ oder Tasche für 5 €). Ach ja, ich bin dem Tipp , im Free’p’star lieber in der Woche einzukaufen, gefolgt und ich muss sagen, es war wirklich ziemlich entspannt. Also an alle flippigen, verrückten Persönchen und Schnapschenjäger: der Laden ist echt der Knaller und man sollte ihm ruhig einen Besuch abstatten.

Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-21 Uhr & Sa-So 12-21 Uhr

Infos: www.freepstar.com

Chanel – Haute Couture Défilé

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Während meines kurzen Parisbesuchs (den ich euch in diesem Artikel haargenau beschrieben habe) war ich einen Nachmittag auf dem Weg zur berühmten Champs Elysee, aber ich musste notgedrungen auf die Suche nach einer Toilette gehen. Ich glaube, jeder kennt die Situation, wenn man etwas sucht, das nicht findet, aber dafür etwas Anderes. In meinem Fall fand ich keine Toilette, sondern den grand Palais, wo kurz zuvor die neue Chanel Haute Couture Modenschau für den Herbst – Winter 2016/17 stattfand. Da stand ich nun mit meiner kleinen Nikon – Digitalkamera neben ein Dutzend Fotografen und anderen Leuten, die es wohl nicht auf die Gästeliste geschafft hatten und obwohl ich Willow Smith & Co verpasst hatte, war ich nicht zu spät, um mir einige Streetstyle – Outfits der geladenen Gäste anzuschauen. Die Outfits waren allgemein sehr schlicht und trotzdem elegant, aber vor allem trugen die weiblichen Gäste meist Schwarz und neben den goodie-bags mit Skizzen der Show die klassische Chanelhandtasche.

AC/DC

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IMG_2192Es braucht nur eine Prise Highway to Hell, ein Paar Kilos Gitarrensoli à la Angus Young, einen bordeauxroten Anzug aus Samt und ich bin drauf und dran, durch die Gegend zu hüpfen und energisch Luftgitarre zu spielen. Ich, als ein großer AC/DC – Fetischist war erst neulich auf deren Konzert, wo dieses Rezept vollkommen aufging, trotzdem wusste ich anfangs nicht genau, was ich kleidungstechnisch tragen sollte. Meine Unsicherheit kam wohl daher, dass sich mein Musikgeschmack ziemlich von meinem Kleidungsstil unterscheidet, aber für mich stand fest nicht zwischen tausenden blinkenden Hörnern und Jeanswesten in einem weißen Blüschen rumzuzappeln. Es hieß also für mich irgendetwas zu nähen, das meinen klassischen, androgynen Modestil und gleichzeitig meine Leidenschaft für AC/DC zum Ausdruck bringt – ich habe mich für einen einfachen, geraden, schlichten Shirtschnitt entschieden, dem ich durch 4 aufbügelbare, rote Buchstaben Bedeutung verlieh. Ich schwör euch, wenn ich es noch einmal irgendwann auf ein AC/DC-Konzert schaffe, werde ich auch so eine Jeansweste tragen, aber mit noch mehr Aufnäher.

Zu meinem selbst gemachten Shirt trage ich eine kurze Jeans von H&M, eine Strumpfhose und Flatforms von &otherstories und eine Sonnenbrille von Komono.